David, Robin, Jovan, Sebi, Chris und Stefan, das sind December Youth. Am 17. Juni haben die Jungs aus Düsseldorf über Midsummer Records ihr Debüt Album „Relive“ veröffentlicht. Wer auf emotionsgeladenen Post-Hardcore steht, der wird bei December Youth die passenden Stücke finden.
Bereits 2014 wurde ihre EP „Transgressions“ in Eigenregie veröffentlicht und prompt damals im Visisons Magazin zur Demo des Monats gekürt. Auch das Album hat bereits durchweg gute Kritiken erhalten. Gemeinsam mit dem Produzenten Patrick Luckert wurde von Dezember 2014 bis April 2015 an den neuen Stücken gefeilt. Nach Hamburg, Berlin, Köln, Paris und einigen weiteren namhaften Städten, stehen die Fünf auch heute Abend in der Musikmetropole Illingen auf der Bühne und werden die neuen Lieder präsentieren. Was es sonst noch Wissenswertes über die Band zu erfahren gibt, haben wir in einem kleinen Gespräch erfragt.

wwly: Euer Album erschien im Juni, was ist seither passiert?

Wir sind zum Album Release durch Deutschland und Polen getourt und sind auf dem Hardcore Help Foundation Sommerfest aufgetreten, was definitiv einer der besten Shows war, die wir je gespielt haben. Das Feedback zum Album war auch durchweg positiv, was uns natürlich sehr gefreut hat. Ansonsten ist eigentlich nicht all zu viel passiert außer natürlich die Tour jetzt mit Departures, die auch ziemlich gut läuft.

wwly: Die Texte Eurer Lieder sind ehrlich und direkt, ohne große Umschweife. Wie wichtig ist Euch diese Direktheit und warum?

Wichtig war uns, dass die Message von ‚Relive‘ verstanden wird. Dafür war diese Direktheit einfach förderlich und erforderlich. Trotzdem gibt es auf dem Album auch Raum für Interpretationen.
Die Platte hat sehr gute Kritiken erhalten. Habt ihr jetzt das Gefühl, beim nächsten Album abliefern zu müssen.

wwly: Habt Ihr selbst das Gefühl jetzt ordentlich abliefern zu müssen, nachdem Eure Platte durchweg sehr gute Kritiken erhalten hat?

Ja das stimmt und das ist teilweise echt krass. Man weiß ja nie so genau wie ein Release ankommen wird, aber nach so einem Feedback weiß man einfach, dass sich die ganze Arbeit und das Herzblut, was man reingesteckt hat, gelohnt hat, das ist ein geiles Gefühl. Irgendeine Form von Druck oder so verspüren wir eigentlich gar nicht. Wir finden selbst, dass man auf dem Album einiges hätte besser machen können und wollen uns auf dem nächsten Release auf jeden Fall steigern. Generell werden wir aber immer das tun was wir wollen, wie wir es wollen, mit hohem Anspruch an uns selbst.

wwly: Angenommen, ein großes Label kommt auf euch zu und möchte euch unter Vertrag nehmen. Zu welchen Konditionen würdet ihr das machen?

Das wäre natürlich ein Traum, aber wir würden so etwas wohl nur machen, wenn wir weiterhin die Freiheit hätten unsere Musik so zu machen und so zu arbeiten wie wir wollen. Wir werden nicht anfangen Musik nach Muster oder Popularität zu konzipieren, oder auf irgendwelchen Themen rumzureiten, weil das bei einer bestimmten Zielgruppe gerade besonders gut ankommt. Wenn man Musik so plant mit dem Ziel viel Geld zu verdienen oder um jeden Preis berühmt zu werden, dann ist es keine Kunst mehr. Klar wäre es unfassbar geil, wenn man davon leben könnte, aber das ist vor allem im alternativen Musikbereich eh sehr unwahrscheinlich und wir verzichten lieber darauf, bevor wir belanglose, inhaltslose Grütze produzieren.

wwly: Wenn eure Musik ein 3 Gänge Menü wäre, was würde auf der Speisekarte stehen?

Haha witzige Frage. Echt keine Ahnung. Vielleicht Bier, Pfeffi und Kippen. Hier gehen die Meinungen allerdings auseinander.

wwly: Vielen Dank! Bastelt Ihr uns noch ein Mixtape aus 5 Eurer Lieblingssongs?

Oh das ist super schwierig und kann man auch nicht auf wenige Lieblingssongs/bands festmachen. Wir haben beschlossen, dass jeder einen Song nennt, den er generell besonders feiert.

David: Muff Potter – Take A Run At the Sun

Jovan: Arcane Roots – Hell & High Water

Robin: Counterparts – The Disconnect

Sebi: Hot Water Music – Old Rules

Chris: Turnover – New Scream

Stefan: Alexisonfire – Midnight Regulations